Umbau und Erweiterung des Lukas-Gemeindezentrums folgen dem Wunsch nach einer klaren städtebaulichen Gestalt und größtmöglichen Synergie-Effekten zwischen Kirche, Gemeindehaus und Kindergarten. Dazu wird die bestehende Linearstruktur aufgegriffen, neu geordnet und fortgesetzt.
Der neue, dreigruppige Kindergarten entsteht an der Stelle des alten und wird mit dem Gemeindesaal so verknüpft, dass eine Nutzung des Saals durch die Kinder jederzeit möglich ist, ohne andere Bereiche des Gemeindehauses zu stören. Der bestehende Keller nimmt den Turn- und Werkraum auf und wird über eine neue Treppe direkt aus dem Foyer des Kindergartens erschlossen, bleibt aber gleichfalls vom Gemeindebereich aus zugänglich. Ein pavillonartiger Holzanbau nimmt die drei Gruppenräume auf und leitet über in den attraktiven, südlichen Garten, der den Kindern vorbehalten bleibt.
Eine interne „Straße“ zwischen Kirche und Gemeindehaus erschließt
sämtliche Bereiche von außen und ermöglicht einen flexiblen Betrieb auch
von Teilbereichen. Zugleich wird der Spielbereich der Kinder nicht
durch externe Wegeverbindungen eingeschränkt. Dieser Gemeindeweg wird
über den neu gestalteten und gefassten Kirchhof erreicht, der den
Eingang zur Lukasgemeinde markiert. Am Kopf des archetypisch
vereinfachten Riegels mit dem charakteristischen Satteldach ist das
Pfarrdienstzimmer untergebracht, gefolgt von der Küche und einem
Gruppenraum. So kann bei kleineren Veranstaltungen der große Saal unzugänglich bleiben.
Der Kindergarten, der in Holzbauweise errichtet werden soll, gliedert
sich in drei fast identische Teilmodule mit vorgelagertem
Gruppenbereich. Jedes Modul verfügt über ein Treppenmöbel, das eine
zweite Ebene zum Ausruhen, Schmökern oder Toben erschließt. Der große
Foyerbereich wird zum Spielen, aber auch für Feste und Versammlungen
benutzt. Er dient der internen Verknüpfung mit dem Gemeindesaal und kann
bei Gemeindefesten und großen Veranstaltungen genutzt werden, ohne den
Kindergarten offenhalten zu müssen.
Das klare Gliederungsprinzip des neuen Gemeindezentrums schafft die
Voraussetzungen für eine Vermietbarkeit von Teilflächen. Familienfeiern,
Gruppentreffen, Veranstaltungen aus dem gemeindlichen Leben heraus
können, extern erschlossen, problemlos in Teilbereichen stattfinden.
Obwohl sich die Gemeinde räumlich verkleinert, wächst die
Nutzungsvielfalt.



