Das weitläufige Gemeindezentrum aus den sechziger Jahren soll in mehreren Schritten behutsam den Anforderungen der heutigen Zeit angepasst werden. Begonnen haben wir mit dem als Gottesdienstraum genutzten Mehrzwecksaal, nachdem die Gemeinde beschlossen hatte, eine Orgel einzubauen.
Die einstige Rasterdecke, die an Verwaltungsbauten erinnert, wurde zugunsten einer mehrfach gestuften, ungerasterten Gipskartondecke aufgegeben, die auch akustische Funktionen übernimmt. Die Einbauleuchten wurden gegen eigens konstruierte, stabförmige, zylindrische Pendelleuchten ersetzt, deren polierte Oberfläche in den Spiegeleffekten an Kerzenschein erinnert; der Saal erhält dadurch ein festliches Gepräge.
Das Podest wurde um einen Platz für die neue Orgel erweitert und mit Jurakalkstein belegt, der Altarraum um eine apsisähnliche Nische erweitert, die ebenfalls mit Jurakalkstein ausgekleidet wurde. Dadurch ist der Raum eindeutig gerichtet und der Altar steht frei vor der Nische.
Die nächsten Maßnahmen umfassen den Einbau einer behindertengerechten Toilette, die Umgestaltung des Foyers sowie das Ersetzen der Prinzipalstücke und der Bestuhlung. Nach Abschluss der Arbeiten wird das Gemeindezentrum deutlicher als bisher ein Raum für Gottesdienste und festliche Anlässe sein. Wir betrachten es als ein Beispiel für den Umgang mit Räumen, deren Gestalt einer Haltung der sechziger Jahre entsprungen ist; deren Vorzüge wir weiterentwickeln sollten, deren Nachteile und Defizite jedoch behoben werden müssen, um tauglich zu sein für die Anforderungen einer modernen Gemeindearbeit.



