Auf einem innerstädtischen Grundstück wurde das neue Pflegezentrum in Angrenzung zu einer bereits bestehenden Seniorenwohnanlage errichtet. Die Anlage gliedert sich in einen Pflegebereich mit Kurzzeitpflege, gemeinschaftlich genutzte Einrichtungen und Begegnungsstätten, Tageswohnungen sowie ambulante Dienste und Seniorenwohnungen.
Die behutsame städtebauliche Eingliederung der grossen Baumasse in die Walldorfer Altstadt stand im Vordergrund der entwurflichen Überlegungen; sie gelang durch die Bildung differenzierter Aussenräume und die Unterscheidung von privaten und gemeinschaftlichen Aufenthaltsbereichen. Durch das Aufgreifen der örtlichen, dörflichen Haus-Hof-Struktur sind ablesbare Wohngruppen an ruhigen Gartenhöfen angelagert; die umliegenden Gebäudehöhen wurden aufgegriffen, und eine interne „Strasse“ knüpft an das Fusswegenetz der Altstadt an. Die zweiseitige Erschliessung folgt dem Strassensystem, alle Bewohnerzimmer sind zu den Sonnenseiten orientiert.
Der Wohn- und Pflegebereich ist in zwei Bereiche mit drei Wohngruppen, die je zehn Bewohner beherbergen, pro Stockwerk zusammengefasst. Der Stützpunkt der Pflegekräfte liegt zentral, mit Übersicht zu allen Wohngruppen.
Im Erdgeschoss sind das Restaurant, ein Café und ein Mehrzweckraum mit vorgelagerter Terrasse situiert; bei Veranstaltungen können die Räume zusammengefasst werden. Die Therapieräume im Obergeschoss sind wie die Gemeinschaftsräume zum grossen Innenhof hin orientiert.



